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Messeöffnungszeiten:

Freitag: 19 bis 22 Uhr
Samstag: 10 bis 22 Uhr
Sonntag: 10 bis 15 Uhr

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Freitag, den 01. November 2013

19:30 Uhr, Weißer Saal

Imperialismus? - Syrien und das Pulverfass Naher Osten

Podium und Diskussion mit: Tobias Pflüger und Ingar Solty
Dem Gerede vom Ende der Geschichte, folgte einst auf dem Fuß, die strategische Vorgabe, aus den Think Tanks der Metropolen, eine Neue Weltordnung durchzusetzen. Profitinteressen von Konzernen sollten abgesichert, ungehinderter Zugang zu Ressourcen durchgesetzt, und strategische Pläne umgesetzt werden. Auch ein „Neuer Naher Osten“ landete so auf die Tagesordnung der NATO-Staaten, an deren Seite die BRD steht, an deren Seite deutsche Soldaten heute wieder in Kriege ziehen. Seit dem hat sich viel getan: Druck wurde ausgeübt, Sanktionen beschlossen, ökonomischer Erpressung folgten begrenzte Militärschläge, Bombardements gingen Kriegen voraus. Der Irak und Afghanistan wurden besetzt, Lybien zerstört und faktisch aufgelöst. Der sogenannte arabische Frühling sorgte in der Region für. Erschütterungen. In Tunesien, Ägypten u.a. Ländern kommt es zu Aufständen. In Syrien tobt ein Bürgerkrieg der nicht losgelöst von der Einflussnahme Russlands, der USA und ihrer Verbündeten gesehen werden kann. In der Veranstaltung soll folgenden Fragen nachgegangen werden: Imperialismus, was ist das, gibt es das noch, oder fasst der Begriff längst nicht mehr die sich rasend entwickelnde kapitalistische Realität? Wie steht es mit der sogenannten neuen Weltordnung, alles unter Kontrolle oder reagieren die Metropolen nur noch? Was ist der arabische Frühling, wie kam es dazu? Wie ist die Opposition in den Unterschiedlichen Staaten des Nahen Ostens einzuschätzen, wie die Rolle der Regierungen. Trotz der Militarisierung von Konflikten und obwohl eine Mehrheit hier den Krieg zur Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen ablehnt herrscht bis heute selbst Angesichts offener Kriegsdrohungen gegen Syrien Grabesruhe auf den Straßen, die Linke ist nicht in der Lage den Kriegstreibern entgegen zu treten. Wie kann das geändert werden, was ist zu tun?
Analysen, Einschätzungen Schlussfolgerungen und Vorschläge zum Thema bieten: Tobias Pflüger - Seit den 1980er Jahren in der Friedensbewegung aktiv. Er gründete mit Anderen die Informationsstelle Militarisierung e.V. (IMI), und ist Bundestagsabgeordneter der Partei die Linke Ingar Solty - der Politikwissenschaft studierte. Er promoviert und lehrt in Toronto, ist Redakteur der Zeitschrift Das Argument. Seine Schwerpunkte sind u.a. Internationale Politische Ökonomie, Politische Theorie u. Philosophie. Bücher: Imperialismus und die USA unter Obama.


Begleitprogramm

Samstag 10 Uhr bis Sonntag 15 Uhr: Literaturmesse Café, LLM-Soli-Gruppe
im Eingangsbereich Künstlerhaus

Samstag 12 Uhr bis 19 Uhr: Literaturcouch von Radio Z
Politik- und KulturredakteurInnen des Stoffwechselmagazins bei Radio Z bitten AutorInnen und BesucherInnen zum Plausch, zum Interview oder zur Kontroverse auf die Literaturcouch. Die Gespräche werden aufgezeichnet und von Freien Radios im deutschsprachigen Raum übertragen.

Samstag, den 02. November 2013

12:00 Uhr, Weißer Saal
Heiko Koch

Casa Pound Italia - Die Erben Mussolinis

Seit 10 Jahren existiert die Bewegung CasaPound Italia. Ihre Wurzeln sieht sie im historischen Faschismus, in der Zeit als der italienische Faschismus noch nicht Regime, sondern eine auf Terror und Gewalt setzende Bewegung mit revolutionärem Anstrich war. Die Anhänger CasaPounds nennen sich die Faschisten des 3. Jahrtausends. Sie agieren mit vordergründigem Anti-Kapitalismus und inszenieren sich als soziale Opposition von rechts. Von Subkulturen und der radikalen Linken adaptierte Aktionsformen, popkulturelle Ästhetik und Lifestyle bestimmen das Erscheinungsbild.

VeranstalterIn: Unrast Verlag
12:00 Uhr, Seminarraum
Roman Danyluk

Volin: Die unbekannte Revolution

Als 1974 eine deutsche Ausgabe von Volins Vermächtnis erschien, stand für die großen politischen Strömungen des Antikapitalismus noch fest, dass der zukünftige Sozialismus nur in der Nachfolge der Bolschewiki siegen könne. Mit der Implosion der Sowjetunion wurden diese Gewissheiten jedoch erschüttert. Volins Analyse russischer Geschichte eröffnet einen Zugang zur sozialen Revolution aus dem „Gedächtnis der damals Besiegten“ Strömungen und macht begreifbar, warum der Bolschewismus zum Problem der sozialen Emanzipationsbewegungen Russlands und der Ukraine wurde.

VeranstalterIn: Buchmacherei
12:00 Uhr, Komm-Kino
Anke Ahle

Im Schatten von Köln

Ein Krimi mit Tiefgang.
Alles läuft schief, als Johanna nach New York aufbricht und stattdessen in Köln landet. Doch dann trifft sie den Historiker Jack, der sich mit der Geschichte Kölns im Nationalsozialismus beschäftigt, was nicht jedem in der Stadt gefällt.
Ohne zu wissen worauf sie sich einlässt, gerät Johanna in einen gefährlichen Strudel politischer Intrigen und
muss erkennen, dass die übermächtigen Schatten der Vergangenheit auch heute noch Leben zerstören können.

VeranstalterIn: Edition AV
12:00 Uhr, Hinterzimmer
Gabs Hennig

Mumia: Jailhouse Lawyers – Knastanwälte

In den USA, die sich als die Wiege der Freiheit bezeichnen, müssen Gefangene sich oft selbst vertreten, weil sie sich keine juristische Vertretung leisten können und vom Staat die in der Verfassung vorgesehene Vertretung nicht gestellt bekommen. Mumia Abu-Jamal, politischer Langzeitgefangener und Journalist, präsentiert die Lebensläufe, Fälle und Gedanken von Mithäftlingen, die herausgefunden haben, wie sie sich und andere Gefangene vor Gericht vertreten können. In manchen Fällen haben sie nicht nur ihre Urteile umstoßen können, sondern sogar ihre Freiheit erkämpft.

VeranstalterIn: Unrast Verlag und FreiheitfürMumia.de
12:00 Uhr, Glasbau

Die Demokratie - die perfekte Form bürgerlicher Herrschaft



VeranstalterIn: Gegenstandpunkt
13:00 Uhr, Weißer Saal
Gisela Notz

Familienplanungszentrum Balance (Hrsg)

Die neue Radikalität der AbtreibungsgegnerInnen - Ist die sexuelle Selbstbestimmung von Frauen heute in Gefahr?
Wie ist es um die sexuelle Selbstbestimmung insbesondere von Frauen weltweit bestellt? Ist sie in Gefahr? Die HerausgeberInnen des Buches sehen in den weltweiten Aktivitäten von radikalen AbtreibungsgegnerInnen, die sowohl in Europa als auch in Nord- und Südamerika stattfinden, eine Gefahr für die sexuelle Selbstbestimmung von Frauen. Verschiedene AutorInnen analysieren Aspekte dieser Einflußnahmen und zeigen auf, wie sich AktivistInnen und betroffene Berufsgruppen dagegen zur Wehr setzen.

VeranstalterIn: AG SPAK
13:00 Uhr, Seminarraum
Hellmut Kapfenberger

Berlin - Bonn - Saigon - Hanoi

Zur Geschichte der deutsch-vietnamesischen Beziehungen
Welche Beziehungen böten sich besser an, die Politik der beiden deutschen Staaten zu vergleichen, als die deutsch-vietnamesischen?
Hellmut Kapfenberger, Korrespondent für ADN und Neues Deutschland in Hanoi, fördert Erstaunliches zu Tage über den Militarismus der BRD, die Solidarität der DDR und den hochnäsigen »Pragmatismus« der Neu- BRD nach 1990 – bis hin zur Kanzlerin Merkel. Sein Fazit: Geht es um Vietnam braucht sich die DDR ihrer Vergangenheit nicht zu schämen.

VeranstalterIn: Wiljo Heinen Verlag
13:00 Uhr, Komm-Kino
Friedrich-Martin Balzer (Hrsg.)

Heinz Düx: Justiz und Demokratie.

Anspruch und Realität in Westdeutschland nach 1945. Gesammelte Schriften (1948-2013).
Die veröffentlichten Schriften des 1924 geborenen Juristen und Antifaschisten Heinz Düx, geben Antworten auf die Frage „Was für ein Staat war die BRD?“. Sie enthalten Beiträge (1948-2013) zum Verständnis der westdeutschen Nachkriegsgeschichte, über Kontinuität und Bruchstellen. Als Untersuchungsrichter im Frankfurter Auschwitz-Prozeß stellt Düx eine Ausnahmeerscheinung der bundesdeutschen Justizszene dar und ist zu einem der wenigen Motoren bei der juristischen Aufarbeitung des deutschen Faschismus geworden.

VeranstalterIn: Pahl-Rugenstein Verlag
13:00 Uhr, Hinterzimmer
D. Nelles, H. Piotrowski, U. Linse und C. García

Deutsche Antifaschisten in Barcelona

(1933 - 1939) Die Gruppe DAS: ihre Aktionen gegen das Nazi-Netz und ihre Aktivitäten an der Aragon-Front.
Die Biographien im Buch wollen an die Aktivitäten der Gruppe DAS (Deutsche Anarchosyndikalisten im Ausland) gegen den Nazi-Faschismus in Barcelona und an der Front von Aragon erinnern. Die Mitglieder waren maßgeblich an der Aufdeckung und Zerschlagung eines weitverzweigten Netzes von Nazi-Organisationen in Spanien beteiligt. Nach den Maiereignissen des Jahres 1937 wurden sie marginalisiert und fielen der Verfolgung durch den Polizeiapparat zum Opfer.

VeranstalterIn: Graswurzel Verlag
13:00 Uhr, Glasbau
Karl-Heinz Roth, Zissis Papadimitriou

Die Katastrophe verhindern

Manifest für ein egalitäres Europa
Europa heute: Massenerwerbslosigkeit, prekäre Arbeitsverhältnisse, soziale Enteignung und der Abbau demokratischer Rechte prägen besonders die Länder der europäischen Peripherie. EU und Euro-Zone drohen bereits an diesen Ungleichgewichten auseinanderzubrechen. Die Autoren zeigen Ursachen dieser fatalen Entwicklung auf und weisen nach, dass vor allem die exportgetriebene Niedriglohnpolitik der deutschen Hegemonialmacht und ihrer Verbündeten den Niedergang Europas zu verantworten hat. Doch sie schlagen auch Alternativen vor: Veränderung auf allen Ebenen des gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Lebens hin zu einem egalitären Europa.

VeranstalterIn: Edition Nautilus
14:00 Uhr, Weißer Saal
W. Fritz Haug

Das Kapital Lesen - Aber Wie?

Jede Epoche des Marxismus hat ihre theoretische Debatten hervorgebracht. Einsatz, Niveau und Ton tragen den Stempel der jeweiligen geschichtlichen Konjunktur. So auch die hier zu führende theoretische Kontroverse.
Mit diesem Blick setzt sich der „pensionierte Moderator bundesdeutscher Kapital-Lektüre“ mit den neuen Entwicklungen in der aktuellen „Kapital-Lektüre“ auseinander.
Nach der „Neuen Marx-Lektüre“ der 1990er Jahre hat die Krise wieder die Diskussion um die Aktualität von Marx und „Das Kapital“ hervorgebracht. Doch was ist an „Das Kapital neu lesen“ tatsächlich neu?


VeranstalterIn: Argument Verlag
14:00 Uhr, Seminarraum

Ibrahim Kaypakkaya

Vor 40 Jahren wurde Ibrahim Kaypakkaya vom türkischen Staat ermordet. Er war Begründer der Türkischen Kommunistischen Partei (TKP/ML). 1949 wurde er in Corum geboren und wuchs unter ärmlichen Verhältnissen auf und bekam die Ausbeutung und Unterdrückung am eigenen Leib zu spüren. Er wurde später Lehrer und studierte Physik in Istanbul. 1973 wurde Ibrahim verraten, konnte aber noch in die Bergregion fliehen. Nach fünf Tagen wurde er erneut verraten und festgenommen. Nach drei Monaten Folter wurde er am 18. Mai 1973 ermordet. Anlässlich seines 40. Todestages stellt die Zeitschrift Trotzalledem seine Biographie vor.


VeranstalterIn: Zeitschrift Trotzalledem
14:00 Uhr, Komm-Kino
Sebastian Kalicha (Hrsg.)

Christlicher Anarchismus - Facetten einer libertären Strömung

„Biblisches Gedankengut führt direkt zum Anarchismus“, meinte der Anarchist J. Ellul. Dennoch werden Anarchismus und Christentum selten zusammen gedacht. Christliche AnarchistInnen sind aber der Überzeugung, dass dies eine große Bereicherung für den Anarchismus als auch für das Christentum wäre. Der Band geht der Frage nach, wie libertäres Christentum aussehen kann und stellt christlich-anarchistische Traditionen vor. Christlicher Anarchismus wird oft mit Leo Tolstoi assoziiert.
Das Buch ist der Versuch, den christlich-anarchistischen Diskurs zu verbreitern und die unterschiedlichen Facetten und Debatten zum Thema einzufangen.

VeranstalterIn: Graswurzel Verlag
14:00 Uhr, Glasbau
Jutta Schubert

Zu Blau der Himmel im Februar

Alexander Schmorell ist seit Tagen auf der Flucht, als die Geschwister Scholl hingerichtet werden. Mit Hans Scholl hatte er die „Weiße Rose“ gegründet und ihre Flugblätter verfasst. Schmorells Flucht scheitert. Er kehrt nach München zurück. Sein Fahndungsplakat klebt in der Stadt. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis er verraten wird. Schubert schildert in ihrem Roman ein Schicksal des deutschen Widerstands. Sie studierte Literaturgeschichte und Theaterwissenschaften in Erlangen/ Nürnberg, Frankfurt, war Regieassistentin am Schauspielhaus Bochum, bei den Salzburger Festspielen sowie am Burgtheater Wien, sie arbeitete dort u.a. mit Claus Peymann und George Tabori.

VeranstalterIn: Kulturmaschinen Verlag
15:00 Uhr, Komm-Kino
Robert Steigerwald

Mit Hegel, Marx und Lenin über Marx hinaus

Steigerwald, der die abfällig gemeinte Bemerkung, er sei ein demokratischer Kommunist, als Ehrenbezeichnung angenommen hat, legt mit dem fünften Band seiner Reihe ein Buch vor, das direkt in linke Debatten eingreift. Der Philosoph zeigt dabei die Wurzeln aktueller Diskussionen auf, wie auch die Verwerfungen der innerlinken Debatten aus Vergangenheit und Gegenwart. Streitbar für eine bessere Welt, versteht er es Fehlentwicklungen zu benennen, Perspektiven aufzuzeigen. Steigerwald wurde für sein Engagement während der Kommunistenverfolgung unter Adenauer zu fünf Jahren Einzelhaft verurteilt. Er hat über Marcuse promoviert.

VeranstalterIn: Kulturmaschinen Verlag
15:00 Uhr, Hinterzimmer
Gruppe Sozialer Widerstand

Kampf des jüdischen Proletariats

Eine Folge der Nichtassimilation der Juden und Jüdinnen Osteuropas war die Herausbildung eines besonderen jüdischen Proletariats in Osteuropa, welches vor und während der russischen Revolution von 1905 oft militante Kämpfe gegen kapitalistische Ausbeutung, staatliche Unterdrückung und mörderischen Antijudaismus in Form der Pogrome führte.

VeranstalterIn: Zeitschrift Soziale Befreiung
15:00 Uhr, Glasbau
Jürgen Mümken, Siegbert Wolf (Hrsg.)

Antisemit, das geht nicht unter Menschen

Anarchistische Positionen zu Antisemitismus, Zionismus und Israel Band 1
Die Herausgeber sind davon überzeugt, dass eine freiheitliche Gesellschaft nur dann erreicht werden kann, wenn zuvor auch eine der ältesten Gruppenfeinschaften der Menschheitsgeschichte, der Antisemitismus, der im letzten Jahrhundert durch den Nationalsozialismus zum schlimmsten Menschenverbrechen der Geschichte geführt hat, in den Köpfen und Herzen aller Menschen beseitigt wird. Der vorliegende Band beleuchtet das Verhältnis des neuzeitlichen Anarchismus seit der Französischen Revolution zu Antisemitismus, Judentum und Zionismus bis zur Shoah.

VeranstalterIn: Edition AV
16:00 Uhr, Weißer Saal
Jutta Ditfurth

Der Baron, die Juden und die Nazis

»Nur einen einzigen Verwandten unter Hunderten fand ich, der Juden und Sozialdemokraten nicht verabscheut hatte.« Hinter dem Mythos des 20. Juli 1944 verbirgt sich der besondere Antisemitismus des deutschen Adels. Juden galten in adligen Kreisen als »Fremdrassige «, welche die adlige »Blutreinheit« bedrohten. Sie trugen vermeintlich Schuld an Revolutionen, am Sturz der Monarchie und der Errichtung der Weimarer Republik. Jutta Ditfurth untersucht adligen Antisemitismus von der Romantik bis heute. Ein Beispiel ist ihr Urgroßonkel Börries Freiherr von Münchhausen, Schlossherr und Balladendichter, der um 1900 mit Ephraim Moses Lilien das Buch Juda verfasste.

VeranstalterIn: Hoffmann & Campe Verlag
16:00 Uhr, Komm-Kino
Jale Sancak

Gezi-Park ante portas.

(1933 - 1939) Die Gruppe DAS: ihre Aktionen gegen das Nazi-Netz und ihre Aktivitäten an der Aragon-Front.
Geschichten zur Geschichte der Proteste. Lesung aus Jale Sancak: Die Stadt der verlorenen Lieder. Es geht um Stadtumgestaltung, Gentrifizierung, und die Politisierung in den letzten Jahren. Literarische Texte und Erläuterung schaffen ein drumherum; dazu ein paar Zitate von AktivistInnen, etc.

VeranstalterIn: Dagyeli Verlag
16:00 Uhr, Hinterzimmer
Corinna Gekeler

Loyal dienen

Diskriminierendes Arbeitsrecht bei Caritas, Diakonie und Co.
Über eine Million Menschen arbeiten in Deutschland in kirchlichen Einrichtungen. Sie müssen auf Glaubens-, Gewissensfreiheit und andere Grundrechte verzichten. Sie sind besonderen Loyalitätspflichten unterworfen, weil das Betriebsverfassungsgesetz nicht gilt und das „Antidiskriminierungsgesetz“ weitreichende Ungleichbehandlungen erlaubt. So werden Konfessionslose nicht eingestellt und Kirchenaustritt führt zur Entlassung. In katholischen Einrichtungen kommen Homosexualität, „uneheliche“ Kinder und Wiederverheiratung nach Scheidung als Kündigungsgründe hinzu. Betroffen sind keineswegs nur Berufe wie Pfarrer oder Diakon, sondern auch Ärztinnen, Krankenpfleger, Hebammen, Lehrerinnen, Hausmeister, Küchenhilfen…

VeranstalterIn: Alibri Verlag
16:00 Uhr, Glasbau
Luz Kerkeling

Resistencia

Südmexiko: Umweltzerstörung, Marginalisierung und indigener Widerstand
Das Buch analysiert die Folgen der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen im Kontext neoliberaler und militaristischer Politik aus der Perspektive der indigenen Widerstandsbewegungen in den mexikanischen Bundesstaaten Chiapas, Oaxaca und Guerrero.

VeranstalterIn: Unrast Verlag
17:00 Uhr, Komm-Kino
Harri Grünberg

Hammer, Heinz-W.; Schwitalla, Frank: Solidarität – Die Zärtlichkeit der Völker

20. Jahre Netzwerk Cuba Informationsbüro e.V.
Das »NETZWERK CUBA.« wurde 1993 in Frankfurt als Koordinations- und Informationsstelle der in der BRD tätigen Cuba-Soligruppen gegründet.Wie war die Lage Cubas zu diesem Zeitpunkt? In welchem Verhältnis standen die verschiedenen Solidaritätsgruppen zueinander?
Warum gab es eine Neugründung und nicht einen organisatorischen Zusammenschluss der bestehenden Vereine?
Welches Verhältnis bestand zwischen materieller und politischer Solidarität? Zwei ehemalige Vorsitzende des Netzwerks haben sich der Geschichte des Projektes angenommen und seine Entwicklung beschrieben.

VeranstalterIn: Netzwerk Cuba Informationsbüro
17:00 Uhr, Hinterzimmer
Matthias Rude

Antispeziesismus

Die Befreiung von Mensch und Tier in der Tierrechtsbewegung und der Linken
Kaum eine emanzipatorische Forderung verhallte immer wieder so ungehört wie der Ruf nach der Befreiung der Tiere. Dabei existiert zur Thematik eine genuin linke Tradition. In einem Streifzug durch die Geschichte emanzipatorischen Denkens wirft dieser Band deshalb Schlaglichter auf diese Tradition, um schon einmal gemachte Ansätze zur theoretischen Begründung einer Bewegung zur Befreiung von Mensch und Tier heutigem kritischen Denken zugänglich zu machen. Auch die Entstehung der modernen Bewegung im Rahmen der sozialen Protestbewegungen und der linken Subkultur im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts wird beschrieben.

VeranstalterIn: Schmetterling Verlag
17:00 Uhr, Glasbau
Jakob Krameritsch

Das Massaker von Marikana

Widerstand und Unterdrückung von ArbeiterInnen in Südafrika.
Wenn Kapitalismus rassistisch wird: Am 16. August 2012 werden in Marikana 34 Minenarbeiter, im Streik für die Anhebung von Mindestlöhnen, von der Polizei kaltblütig ermordet. Es ist das größte staatliche Massaker an BewohnerInnen Südafrikas seit dem formellen Ende der Apartheid. In den Massenmedien sind es jedoch die ArbeiterInnen, die kriminalisiert werden.

VeranstalterIn: Mandelbaum Verlag kritik & utopie
18:00 Uhr, Weißer Saal
C. Schuhler, F. Schmid, L. Mayer und W. Listl

Zwischen Dauerkrise, Widerstand, Transformation – Kapitalismus am Ende?

Das ISW stellt sein neues Heft vor. Die Autoren gehen von der Feststellung aus, dass die neoliberalen Eliten sich unfähig zeigen, die vielfältigen Krisen wirksam zu bearbeiten. Ihre Art des Krisenmanagements verschärft die Krisen und steuert auf einen nächsten Ausbruch zu. Vor dem Hintergrund einer wachsenden Krise des Metropolenkapitalismus und einer starken Dynamik der Schwellenländer steht der Kapitalismus vor tiefgreifenden Wandlungen. Ein reaktionärer oder progressiver Ausweg aus der Krise ist denkbar. Linke Alternativen und Phantasie sind gefragt.

VeranstalterIn: Institut für sozial-ökologische Wirtschaftsforschung
18:00 Uhr, Seminarraum
Bruno Marcon

Umverteilen von oben nach unten

Die Schere zwischen Reich und Arm klafft immer weiter auseinander. Deshalb sind reiche Haushalte stärker an der Finanzierung des Gemeinwesens zu beteiligen. Die extreme Ungleichverteilung der Vermögen ist eine zentrale Ursache der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise.
Statt nun die Reichen heranzuziehen, werden die Kosten in der EU durch Kürzungsdiktate nach unten durchgereicht.
Die Krise selbst wird so weiter verschärft. Dabei gibt es zu dieser Politik Alternativen! Und die Widerstandsbewegung, die diese Alternativen einfordert, wird immer mächtiger, nun muss sie europäisch agieren.

VeranstalterIn: VSA Verlag
18:00 Uhr, Hinterzimmer
Günter Giesenfeld

Land der Reisfelder

Vietnam, Laos und Kambodscha: Geschichte und Gegenwart
Der Klassiker in erweiterter Neuausgabe erhellt die Geschichte Indochinas von den Anfängen bis zur Gegenwart. Erste Auflagen dieses Buchs entstanden in den 80ern als Reaktion auf die Kriege in Vietnam, Laos und Kambodscha. Um mehr über diese Länder zu erfahren, für deren Kampf um Unabhängigkeit man sich eingesetzt hatte, hat G. Giesenfeld sie bereist, ihre Geschichte studiert, alles liebevoll zusammengetragen und verständlich aufgearbeitet, ohne die Widersprüche einzuebnen. Hinzu kommt nun ein ganz neuer Teil, der sich mit der aktuellen Lage befasst.

VeranstalterIn: Argument Verlag
18:00 Uhr, Glasbau
Lucien van der Walt, Michael Schmidt

Schwarze Flamme

Revolutionäre Klassenpolitik im Anarchismus und Syndikalismus
Eine Geschichte der Gegenmacht: Die Südafrikaner Lucien van der Walt und Michael Schmidt legen eine umfassende Systematik und internationale Geschichte des Anarchismus und eine Auseinandersetzung mit dessen Kernfragen wie Organisierung, Strategie und Taktik vor. Anarchismus definieren sie dabei als libertäre Form des Sozialismus, der eine revolutionäre Klassenpolitik vertritt. Hier zu Lande sorgte das Buch deshalb bereits vor dem Erscheinen für Furore und Empörung in anarchistischen Kreisen. Ein Standardwerk zur Theorie und Praxis des Anarchismus/Anarchosyndikalismus.

VeranstalterIn: Edition Nautilus
19:00 Uhr, Weißer Saal
Peter Nowak

Zwangsräumungen verhindern

Seit Jahren werden in Deutschland Tausende zwangsweise aus ihren Wohnungen geräumt, weil sie die Miete nicht zahlen können oder aus anderen Gründen gekündigt wurden. Doch seit einigen Monaten lassen sich viele nicht mehr still vertreiben. Die Berliner Kampagne „Zwangsräumungen verhindern“ mobilisiert mittlerweile wöchentlich gegen Räumungen. Das Buch geht auf ihre Vorläufer in der Weimarer Republik ein, und wirft einen Blick auf Spanien, wo die Bewegung gegen Wohnungsund Häuserräumungen ein innenpolitischer Faktor ist.

VeranstalterIn: Edition Asemblage
19:00 Uhr, Seminarraum
Werner Seppmann

In welchem Kapitalismus leben wir?

Der Autor fragt nach der Art des gegenwärtigen Kapitalismus und entwirft Konzepte für eine gerechte Gesellschaft. „Kapitalismuskritik und Sozialismuskonzeption“ ist der Titel des Buches dessen Inhalte im Rahmen der Veranstaltung präsentiert werden.

VeranstalterIn: Kulturmaschinen Verlag
19:00 Uhr, Hinterzimmer
Florian Grams

Die Pariser Kommune

1871 herrschte Krieg zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich, deutsche Truppen standen vor Paris und die neue französische Regierung musste Arbeiter und Arbeitslose in die Nationalgarde einreihen. Dies veränderte das Antlitz des Militärs in der Stadt. Die Regierung floh schließlich nach Versailles und verhandelte um Frieden. Die Bürger von Paris nahmen die Verwaltung ihrer Stadt selbst in die Hand. So begann, was als Pariser Kommune in die Geschichte einging. Unter den Augen der deutschen Belagerer und des Versailler Regimes entwickelten sich Grundzüge eines sozialistischen Gemeinwesens.

VeranstalterIn: PapyRossa Verlag
19:00 Uhr, Glasbau
Robert Foltin

Herbst 1918 ein Anfang

Sex, Gewalt und politische Diskussionen
Jakob möchte Revolutionär werden und findet vorerst keine Gleichgesinnten. Erst nach seiner Desertion aus der Armee schließt er sich einer revolutionären Gruppe an und gerät im Wien der letzten Tage der Österreich- Ungarischen Monarchie in politische Diskussionen und Demonstrationen, muss sich aber auch mit konterrevolutionärer Gewalt und seiner Männlichkeit auseinandersetzen.

VeranstalterIn: Edition Grundrisse
20:00 Uhr, Weißer Saal
Gerhke, Reimann (Hrsg.)

Syrien

Wie man einen säkularen Staat zerstört und eine Gesellschaft islamisiert
Längst ist friedlicher Protest in einen von außen geschürten und finanzierten bewaffneten Aufstand übergegangen, der demokratischem Wandel die Luft abwürgt.
Wege zu Verhandlungslösungen und Wahlen werden hier skizziert und die politisch, sozialen Kräfte und Konstellationen, die eine Rolle spielen, entflechtet und präsentiert. Die Frage was will die Mehrheit der Syrer gestellt und die Politik der USA, BRD, NATO und Israels untersucht. AutorInnen aus Syrien, Ägypten, Libanon und der BRD beleuchten den Konflikt.

VeranstalterIn: PapyRossa Verlag
20:00 Uhr, Seminarraum
Vorstellung und Lesung. Autorenkolletiv

Heideruh - Verfolgung und Widerstand

Vom „Hort des Widerstandes der 1930er Jahre“, über das VVN- Erholungsheim der 1950er Jahre, die Aufnahme von chilenischen Kindern nach dem faschistischen Putsch, reicht ihre Geschichte. Heute steht im Zentrum die antifaschistische Jugendbildungstätigkeit, aber auch die antifaschistischen Öffentlichkeitsarbeit in der Region. Ein Forschungskollektiv hat die rund achtzigjährige Geschichte und das Wirken der heutigen antifaschistischen Begegnungsstätte „Heideruh“ (Nordheide) erforscht.

VeranstalterIn: Selbstdruck im Eigenverlag
20:00 Uhr, Hinterzimmer
Hans Pleschr

Rudi Maier: Markenkleidung

Markenkleidung: Kaum ein Thema vermag derlei kontroverse Debatten auszulösen. Aber vor allem für junge Leute sind Marken wichtig – die Mühe, diese nach dem sozialen Sinn dieser Kleidung zu fragen, macht sich die Marktforschung hingegen kaum. Für die einen ist Markenkleidung Ausdruck einer stark ichbezogenen und konsumorientierten Jugend, für die anderen ein Beleg zunehmender Ökonomisierung des Sozialen, Dritte sehen im Gegenstand ein prototypisches Produkt des »kognitiven Kapitalismus«, in dem Wissen zur zentralen Ressource wird.

VeranstalterIn: Ventil Verlag
20:00 Uhr, Glasbau
Reinhard Troy

Albert Camus: Libertäre Schriften (1948-1960).

1940 lernte Camus Rirette Maîtrejean, eine französische Anarchistin, kennen. Mit libertären AktivistInnen diskutierte er über ein gemeinsames Verständnis der Welt. 1949 schrieb Camus dann erste Artikel in der anarchistischen Presse – damit begann eine Zusammenarbeit, die bis zu seinem Tod fortdauerte. Sie war durch persönliche Freundschaften und gemeinsame Kämpfe geprägt. Der Band versammelt Schriften Camus wie auch Artikel anderer AutorInnen und ermöglicht erstmalig einen vollständigen Überblick über das Denken und Wirken Camus’ – und so ein umfassendes Verständnis dieses »Menschen in der Revolte«.

VeranstalterIn: Laika Verlag
21:00 Uhr, Weißer Saal
Phillip Becher

Rechtspopulismus.

In vielen europäischen Staaten haben sich rechts der Konservativen Gruppierungen etabliert, die sich als Anwälte des »Normalbürgers« ausgeben. Gemeinhin als rechtspopulistisch bezeichnet, polemisieren sie gegen – meist muslimische – Einwanderer und vertreten Parolen von »law and order«, fordern jedoch ebenso plebiszitäre Elemente. In Deutschland findet sich ein Spektrum das sich in der »pro«-Bewegung parteiförmig ausdrückt. In den USA wirkt mit der »Tea Party« eine rechtspopulistische Kraft. Hier wird Politik, Programmatik und das Verhältnis dieser Rechten zum Faschismus untersucht.

VeranstalterIn: PapyRossa Verlag
21:00 Uhr, Seminarraum
Meyerbeer, Späth (Hrsg.)

Topf und Söhne

Besetzung auf einem Täterort
Die Hausbesetzung auf dem ehemaligen Gelände der Erfurter Firma Topf & Söhne, die in der NS-Zeit Krematoriumsöfen für Konzentrations- und Vernichtungslager hergestellt hatte, war in den 2000er-Jahren eines der bekanntesten linksradikalen Projekte in Deutschland.
Das Buch will die Erfahrungen der Zeit festhalten. Mit Erzählungen und Analysen rekonstruieren wir Kämpfe und interne Streitigkeiten, sprechen mit Beteiligten über Ratten und Debatten, bieten einen Überblick über die HausbesetzerInnen der 90er-Jahre in Erfurt und die historische Bedeutung der Firma Topf & Söhne.

VeranstalterIn: Graswurzel Verlag
21:00 Uhr, Hinterzimmer
Elina Slaig (Hrsg.)

Speak Up - Sozialer Aufbruch und Widerstand in Indien

Mitherausgeber: BUKO (Bundeskoordination Internationalismus)
»India Shining« heißt der Slogan, der den Aufstieg des Subkontinents zur bald drittstärksten Volkswirtschaft der Welt beschreiben soll. Es ist ein gigantisches Modernisierungsprojekt, das die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen zu zerstören droht. Dagegen regt sich massiver Protest und Widerstand. So sind unterschiedlichste Bewegungen entstanden, die dieses Buch vorstellt und zu Wort kommen lässt. Es sind die AktivistInnen selbst, die von ihren Kämpfen berichten.

VeranstalterIn: Assoziation A
21:00 Uhr, Glasbau
Wiljo Heinen

Julius Fucik: Eine Reise nach München

Deutsche Erstveröffentlichung einer wiederentdeckten Reportage
Julius Fucik wurde 1943 in Plötzensee hingerichtet , er gehört zu den bedeutenden Journalisten der Zeit. Seine »Reportage unter dem Strang geschrieben«, wurde aus dem faschistischen Kerker geschmuggelt und erlangte Weltberühmtheit. Die vorliegende Reportage, 2011 von chinesischen und tschechischen Forschern wiederentdeckt, ist eine Momentaufnahme des Faschismus. Fucik reiste 1934 illegal ins faschistische Deutschland, nach München, in drei aufeinanderfolgenden Nummern seiner Zeitschrift »Tvorba« erschien die Reportage.

VeranstalterIn: Verlag Wiljo Heinen

Begleitprogramm

Samstag 10 Uhr bis Sonntag 15 Uhr: Literaturmesse Café, LLM-Soli-Gruppe
im Eingangsbereich Künstlerhaus

Samstag 12 Uhr bis 19 Uhr: Literaturcouch von Radio Z
Politik- und KulturredakteurInnen des Stoffwechselmagazins bei Radio Z bitten AutorInnen und BesucherInnen zum Plausch, zum Interview oder zur Kontroverse auf die Literaturcouch. Die Gespräche werden aufgezeichnet und von Freien Radios im deutschsprachigen Raum übertragen.

Sonntag, den 03. November 2013

12:00 Uhr, Weißer Saal
Ingrid Bauz, Sigrid Brüggemann, Roland Maier (Hrsg.)

Die Geheime Staatspolizei in Württemberg und Hohenzollern

Die Entwicklung der Politischen Landespolizei zur Stapoleitstelle Stuttgart, mit all seinen Zweigstellen und Verflechtungen, wird in diesem Buch nachgezeichnet. Es werden die Haftanstalten, Arbeitserziehungslagern beschrieben und die Bespitzelung und Verfolgung von politischen Gegnern dargestellt. Die Kurzbiografien zeigen die Zusammensetzung der Gestapo. Die personelle Kontinuität nach 1945 ist ein weiterer Bestandteil.

VeranstalterIn: Schmetterling Verlag
12:00 Uhr, Seminarraum
Heinz-Jürgen Voß, Salih Alexander Wolter

Queer und (Anti-)Kapitalismus

Die Autoren untersuchen die Veränderungen der Geschlechter- und sexuellen Verhältnisse der Menschen unter zeitlich konkreten kapitalistischen Bedingungen. Sie betrachten Ansätze einer ‹queer-feministischen Ökonomiekritik› vor dem Hintergrund queerer Bewegungsgeschichte, zeigen mögliche Verbindungen zum ‹westlichen Marxismus› und zum postkolonialen Feminismus auf und stellen die Frage: Wem nützen die geschlechtlichen und sexuellen Zurichtungen der Menschen im Kapitalismus und was lässt sich daraus für queere Kapitalismuskritik lernen?

VeranstalterIn: Schmetterling Verlag
12:00 Uhr, Komm-Kino
Paul B. Kleiser (Hrsg.)

Griechenland im Würgegriff

Ein Land der EUPeripherie wird zugerichtet
Das Buch untersucht die historischen Besonderheiten des Landes. Es berichtet von den Verbrechen der Wehrmacht und den langjährigen Folgen des von der Linken verlorenen Bürgerkriegs. Die Rolle der mächtigen Reeder und der Banker Griechenlands wird herausgearbeitet.
Es analysiert den krisenbedingten Aufstieg der neofaschistischen „Goldenen Morgenröte“. Und gibt einen Überblick über die Ansätze von Gegenwehr gegen Massenverarmung.

VeranstalterIn: Neuer ISP Verlag
12:00 Uhr, Hinterzimmer
Helmut Steuerwald

Kritische Geschichte der Religion und freien Weltanschauung

Eine Religionsgeschichte aus nicht-christlicher Sicht. Thema ist, das Christentums aber auch die Religionen der Antike, die heute existierenden Weltreligionen und einige Formen der „Neuen Religiosität“. Ausführlich stellt der Autor die Entwicklung des „Freien Denkens“ dar. Zeitschrift: Der Freidenker

VeranstalterIn: Zeitschrift Freidenker
13:00 Uhr, Weißer Saal
Werner Rätz

Gesundheit ist (k)eine Ware - Wenn Geld die Medizin beherrscht! Ursachen–Folgen–Alternativen

Von der Dominanz der Finanzmärkte über die Realwirtschaft
ist auch das Gesundheitswesen betroffen: Der Erzielung möglichst hoher Renditen werden Interessen von PatientInnen, ÄrztInnen u.a. Beschäftigten untergeordnet.
Die »Ökonomisierung« bleibt nicht auf die Angebote medizin. Leistungen beschränkt. Sämtliche Gesundheits»reformen« haben zu einer Umverteilung von unten nach oben geführt, weil zusätzliche Kosten einseitig zu Lasten der ArbeitnehmerInnen gingen. Gesundheitsversorgung ist jedoch eine öffentliche Aufgabe und kein Spielfeld für Global Player.

VeranstalterIn: VSA Verlag und attac Nürnberg
13:00 Uhr, Seminarraum
Wolf Wezel

Der NSU - VS - Komplex

Wo beginnt der Nationalsozialistische Untergrund - wo hört der Staat auf?
Nachdem die Existenz des NSU nicht mehr zu leugnen war, reihte sich eine Panne an die andere. Dass in allen Behörden Beweise verschwinden, Akten verheimlicht, Falschaussagen gemacht, ganze Aktenberge geschreddert werden, beweist, dass weder ›Behördenwirrwar‹ noch ›Kommunikationschaos‹ herrsch(t)en, sondern der gemeinsame Wille, unter allen Umständen zu verhindern, dass etwas ans Licht kommt, was den bisherigen Erklärungen widersprechen würde. Ab wie vielen Pannen muss man von einem System sprechen?

VeranstalterIn: Unrast Verlag
13:00 Uhr, Komm-Kino
Hans Plesch

Tine Plesch: Rebel Girl - »When she talks, I hear the revolution« – Bikini Kill

Die 2004 verstorbene Journalistin, DJane und Moderatorin T. Plesch hat nicht nur frühzeitig die Bedeutung der Band Bikini Kill herausgestellt, sondern auch unzählige weitere feministische Themen im Popjournalismus lanciert; stets mit dem Enthusiasmus des Fans unter Beibehaltung eines kritischen Blicks. Viele ihrer Texte zu Riot Grrrl und Ladyfesten, weiblicher Repräsentation, Gegenkultur und Geschlechterverhältnissen in der Popkultur und im Popjournalismus haben bis heute nicht an Aktualität verloren. Die Texte wurden zusammengestellt von Evi Herzing, Hans Plesch und Jonas Engelmann.

VeranstalterIn: Ventil Verlag
13:00 Uhr, Hinterzimmer
Valentin Tschepka

Machno: Zeugnisse einer Bewegung

Band 1: Von Freund und Feind
Für die einen waren sie reiche Großbauern, für die anderen Räuber, die es auf reiche Großbauern abgesehen haben. Im Russischen Bürgerkrieg, welcher nach der Revolution von 1917 ausbrach, polarisierte die ukrainische Machnowschtschina - die Machno-Bewegung - ihre Gegner auf die unterschiedlichste Weise. Einen kleinen Einblick in diese „Sicht von außen“ gewährt der vorliegende Band.

VeranstalterIn: Edition AV
14:00 Uhr, Weißer Saal
Peter Strutynski

Töten per Fernbedienung

Kampfdrohnen im weltweiten Schattenkrieg.
Beinahe täglich fliegen unbemannte, schwer bewaffnete Drohnen ihre von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkten Einsätze. Vor Bildschirmen sitzende Krieger in US-amerikanischen Militärbasen, britischen und demnächst vielleicht auch deutschen Kasernen töten per Mausklick nach polit. Vorgaben. Im Fadenkreuz dieses für die Täter digitalen und die Opfer tödlichen Vorgangs befinden sich Islamisten und andere als Feinde der demokratischen Ordnung ausgemachte Personen.

VeranstalterIn: Pro Media Verlag
14:00 Uhr, Seminarraum
Gerhard Feldbauer

Vietnamkrieg

Feldbauer schildert Vorgeschichte und Verlauf des Krieges, internationale Solidarität mit Vietnam, den Widerstand in der US-Army, der vor allem von schwarzen Soldaten ausging, sowie die militärische Hilfe insbesondere der UdSSR, ohne die der Sieg der Befreiungsbewegung nur schwer möglich gewesen wäre. Den Ausschlag gab allerdings der Widerstandswille des vietnamesischen Volkes selbst. Nicht unerwähnt bleiben die US-Kriegsverbrechen, wie das von My Lai im Mai 1968.

VeranstalterIn: PapyRossa Verlag
14:00 Uhr, Komm-Kino
Redaktion des Gefangenen Infos

Gefangenen Info

Das Gefangenen Info ist hervorgegangen aus dem Hungerstreik-Info, das im Zuge des kollektiven Hungerstreiks der Gefangenen aus der RAF und des antiimperialistischen Widerstands im Februar 1989 entstanden ist. Seit damals begleitet die Zeitschrift den Widerstand dokumentiert und thematisiert Repression und dient darüber hinaus als Information für Gefangene. Im Vortrag geht es um die Geschichte des GI und die Notwendigkeit und Aktualität von Gefangenenzeitschriften.

VeranstalterIn: Zeitschrift Gefangeneninfo
14:00 Uhr, Hinterzimmer
Günther Sandleben, Jakob Schäfer

Apologie von Links

Zur Kritik gängiger linker Krisentheorien
Über die Krise wird viel diskutiert, Theorien gibt es reichlich. Doch wird das Krisengeschehen wirklich erfasst? Die Erklärungsweisen von der Neoklassik bis hin zum Keynesianismus sind gescheitert. Gilt das auch für linke Krisentheorien? Die Frage untersuchen die Autoren. Sie stellen u.a. die Beiträge von L. Zeise, E. Lohoff/N. Trenkle und M. Heinrich auf den Prüfstand. In ihrer Analyse stoßen sie auf Ambivalenzen, Widersprüche, Eklektizismus und Schönfärberei.

VeranstalterIn: Neuer ISP Verlag

Begleitprogramm

Samstag 10 Uhr bis Sonntag 15 Uhr: Literaturmesse Café, LLM-Soli-Gruppe
im Eingangsbereich Künstlerhaus

Samstag 12 Uhr bis 19 Uhr: Literaturcouch von Radio Z
Politik- und KulturredakteurInnen des Stoffwechselmagazins bei Radio Z bitten AutorInnen und BesucherInnen zum Plausch, zum Interview oder zur Kontroverse auf die Literaturcouch. Die Gespräche werden aufgezeichnet und von Freien Radios im deutschsprachigen Raum übertragen.