9. Linke
Literaturmesse

19. bis 21. November 2004 - Nürnberg - K4 - Königstr. 93
 
 
  Programm
 
  Verlage/Zeitschriften
 
  Informationen für Verlage
 
  Werbung
 
  Kontakt/Impressum
 
  Archiv
zurück zur Programmübersicht

 

 
15.30 Uhr, Buchvorstellung, Seminarraum
Niemand kann seinem Schicksal entgehen...., Kritik an Weltbild und Methoden des Bert Hellinger
 

 
Bert Hellinger gilt als absoluter "Superstar" der Therapieszene. Für die PatientInnen birgt die Behandlung "nach Hellinger" jedoch unwägbare Risiken: Er hat keine therapeutische Ausbildung und propagiert ein erzreaktionäres Familienbild, in dem die Frau dem Mann untergeordnet ist.
Selbst sexueller Mißbrauch und Vergewaltigung werden von ihm als "Schicksalsereignis" dargestellt, für das der Täter letztlich nicht selbst verantwortlich sei.
Seine "Erkenntnisse", zu denen er nicht aufgrund wissenschaftlichen Studiums gelangt, sondern durch "höhere Eingebungen", wendet Hellinger nicht nur auf zwischenmenschliche Beziehungen an. Auch die Geschichte interpretiert er nach diesem Strickmuster neu. Insbesondere dienen seine "Erkenntnisse" zur Relativierung der Verbrechen des Nationalsozialismus.
Das Buch stellt die zentralen Kritikpunkte an Hellingers Menschen- und Geschichtsbild kompakt dar, und wirft einen Blick auf das Netzwerk seiner Anhänger.
 
Hrsg. vom AStA der Universität München
 
Alibri Verlag